40 Stunden Berlin

28.12.2010 / 20 Uhr / Basel

Ich bin gerade in Basel angekommen, einen Stunde zu früh, damit ich auf gar keinen Fall den Zug verpasse. Mir ist kalt, und so verbringe ich die Zeit in einem Café wo ich immer die Anzeige des Bahnsteiges 9 im Blick habe. „Kontrolle ist alles“ wispert ein Gedanke, ich schmunzle und trinke weiter meinen Pfefferminztee. Den besten den ich je hatte…Neben mir sitzt eine junge Mutter mit ihrer Tochter, und ich muss nicht zwei Mal hinschauen, um zu wissen das sie in den Abschnitt meines Zuges einsteigen werden, der nach Prag fährt.  Woran ich das erkenne? Nun die Dame ist schön, hat dieses tolle Puppengesicht, mit den hohen Wangenknochen und der fein geschwungenen Nase, die man so oft in den Ländern Richtung Osten findet.  Die restliche Zeit verbringe ich damit aufmerksam ihr Gesicht zu studieren…und mir zu wünschen auch so hübsch zu sein.

28.12.2010 / 23 Uhr

Ich sitze in meinen netten Ruhesessel und hasse mich schon jetzt dafür nur meine Stahlkappenstiefel angezogen zu haben. Versuch mal diese Schuhe auf so engem Platz auszuziehen…und dabei ist es hier so heiss, und  wenn ich etwas hasse, ist es zu schwitzen. Um mich abzulenken packe ich mein Buch aus. Bram Stoker’s Dracula. Auf Englisch, weil ich es vor Jahren schon einmal auf Deutsch gelesen habe. Irgendwie fühle ich mich kurz etwas lächerlich, so schwarz angezogen und mit diesem Buch in der Hand. Klischee-Gruftie. Aber was soll man machen, das Buch ist immer wieder spannend und gut zur Ablenkung von all den Störfaktoren (lies: alle anderen Menschen im Zug) geeignet.. Irgendwann als sich Jonathan Harker wundert wieso es im Schloss nirgends Spiegel hat, beschliesse ich eine Schlaftablette einzuwerfen und schlummere schon bald danach ein. Süsse Träume hatte ich nicht, dafür aber solche von Fledermäusen, Vamiren, Insekten, von einem ganz bestimmten dämlichen (lies: zu gutaussehenden) Dozenten und das alles vor der schönen Hintergrundmusik der Fields der Nephilm, die ja das Ziel der Reise sind.

29.12.2010 / 7.45 Uhr

Ich bin gerade in Berlin angekommen und eitel wie ich bin, schminke ich mich erstmal auf einer Bank vor dem Laden Blume 2000. Ich versuche es zumindest, denn mein Make-Up, mein Eyeliner und Lipgloss sind alle gefroren. Dabei bin ich erst seit einer Viertelstunde aus dem Zug raus. Irgendwie kriege ich die Farbe dennoch halbwegs ins Gesicht und mache mich dann auf zum Rossmann, um meine Einkaufsliste abzuarbeiten. Ich stelle fest, dass ich den Hauptbahhof aus zwei Gründen hasse. Er ist gross. Die Beschilderung führt dazu, dass man manchmal mehr umher läuft als nötig. Meine Stiefel hasse ich auch, denn die Stahlkappen sind grausam kalt und wollen scheinbar meine Zehen fressen…was hat meine Schwester gesagt, es würde bis – 20 grade kalt werden? In meinem Kopf dröhnt die Stimme von Carl McCoy mit dem Lied „Xiberia“.  Passend.

29.12.2010 / 11 Uhr

Ich komme gerade aus dem DM und kauf mir im C&A hässliche, fusselige Socken. Aber mit Angorawolle. Lindern etwas die Schmerzen. Ich überlege mir noch ein weiteres Paar Handschuhe zu kaufen, lasse es aber aus Kostengründen sein. Zwei übereinander müssen reichen. Überall Schnee, der vom Salz die Konsistenz von Sand hat und das Gehen mit meinem Rucksack wirklich nicht einfach macht. Wenigstens habe ich keine Koffer, denn jene die einen herum schleppen sind konstant am fluchen. Arme Schweine.

29.12.2010 /11.50 Uhr

Ich bin im Prenzlauer Berg angekommen und warte, dass es endlich 14 Uhr wird. Dummerweise haben in dieser Pappelalle gerad nur zwei Cafés geöffnet und das billige ist restlos überfüllt, also begebe ich mich in das Teure und bestell mir erstmal Frühstück. Während mich der Kaffee langsam wärmt lese ich weiter in meinem Buch oder beobachte die Leute auf der Strasse. Allerdings, als ich nach zwei Stunden aufstehe, bin ich immer noch durchgefroren. Unterkühlungen sind toll. Ich frage mich ob ich es jemals lebendig zum Konzert schaffe, wenn ich bei diesem Wetter draussen warten muss.

29.12.2010/ 14.40 Uhr

Ich bin am Hermannplatz angekommen und mache mich auf Richtung Huxley’s Neue Welt. Zuvor muss ich aber ein schier unglaubliches Hindernis überwinden. Der Gestank der Imbissbuden.  Ich begebe mich deswegen in den nahegelegenen Karstadt und neble mich in der Parfümerie mit Lancôme Hypnose Senses ein, wickle dann meinen Schal antifamässig um den Kopf und schaffe es tatsächlich zur Konzerthalle. Unauffälliger Eingang. Und kein Mensch da. Die erste Reihe ist mir sicher, wenn ich denn hierbleiben könnte. Dafür ist es zu kalt. Wann ist die Türöffnung schon wieder? 17.30. Die nächsten Zeit verbringe ich damit zwischen Karstadt und Huxley Neue welt herum zu wandern.

29.12.2010 /  15,20 Uhr

Mir fällt ein älterer Typ auf der um die Konzerthalle herumschleicht, auf der Suche nach einem anderen Eingang. Auch ich frage mich langsam ob hier wirklich ein Konzert stattfindet, denn noch immer ist, ausser uns zwei, kein Mensch da. Draussen sind auch keine Absperrungen sichtbar und durch die Scheibe sieht man nichts ausser den dunklen leeren Gang. Praktisch gleichzeitig sprechen wir uns an, und ich bin von dem Typ positiv überrascht. Zwar ein ewiger Student , ja er geht so auf die vierzig zu, aber auch dementsprechend gebildet. Kommt aus Kanada und lebt seit einem halben Jahr in Nürnberg und studiert dort  weiter Philosophie . Zu zweit stellen wir dann auch fest, dass die Tür sogar offen ist und beschliessen uns mal etwas umzusehen. Drinnen sehen wir erstmal keine Menschenseele, aber hören zumindest den Soundcheck. Als ich die Töne von „Shroud exordium“ höre bekomme ich Gänsehaut, denn ich realisiere wohl erst jetzt, dass ich eine meiner Lieblingsbands endlich sehen kann. Zuvor war ich entweder pleite, das Konzert zu weit weg, oder ich musste wie 2007 eine Prüfung schreiben…

Irgendwann biegt ein Security um die Ecke, der uns dann leider rausschmeissen musste. Dabei war es doch so warm hier…

29.12.2010 / 17.25 Uhr

Wir kommen gerade aus einem Café und oh Schreck, jetzt hat es Leute. Zumindest schaffe ich es, mich irgendwie so in die dritte Reihe zu quetschen. Dann Türöffnung. Alles ganz ruhig, die meisten gehen noch zur Garderobe und auch ich habe noch Zeit meinen Mantel abzugeben. Dann in die Halle geschlendert und meine Hand auf das kühle Metall der Absperrung gelegt… Die erste Reihe war mir sicher, jetzt musste ich nur noch vier andere Band überleben, um endlich Carl Mccoy zu sehen.

29.12. 2010 / 18.30

Faderhead spielen. Kenn ich nicht. Aber das Lied (Dirty Boys, Dirty Girls) schon, und zwar deswegen weil es an jeder Party läuft und mich langsam nervt…allerdings gibt sich die Band wirklich Mühe die Meute anzuheizen, und haben das auch ganz gut geschafft.  Das sie jetzt nicht unbedingt meinen Geschmack treffen, dafür können die ja nichts.  Ich stelle zudem fest, das die erste Reihe auch Nachteile hat. Es ist unglaublich laut und ich bin froh über meine guten Ohrstöpsel, die alles dämpfen ohne die Soundqualität zu vernichten. Zweitens, falls irgendwelche Flüssigkeiten von der Bühne fliegen, bekommt man alles ab. In diesem Fall war es Wodka. Ging ja noch.

Bei Agonoize spritzte dafür aber Blut und Sperma (Anmerkung: Ich wette der Beitrag wird jetzt oft gefunden…), soll heissen gefärbtes Zuckerwasser mit Erdbeer resp. Vanillegeschmack. Ich mag Agonoize nicht, finde solche Bühnenshows eher dämlich und wahrscheinlich konnte man mir das auch ansehen. Zumindest hab ich wohl deswegen auch die volle Ladung Kunstsperma abgekriegt…

Danach kommen endlich Laibach auf die Bühne, und es wurde zuerst ganz alte Lieder mit Texten auf Slovenisch gespielt, die live ihre volle Wirkung entfalteten. Die Bühnenpräsenz des Sängers war trotz minimaler Bewegungen wahrlich beeindruckend. Ich mochte Laibach schon vorher, aber nach diesem Konzert werde ich mich noch eingehender mit der Band beschäftigen müsse. Ihre wohl bekanntesten Song „Tanz mit Laibach“ wurde natürlich auch gespielt… ich hatte allerdings an den Liedern vom Volk-Album wesentlich mehr Freude, gespielt wurden davon America, Anglia und Türkyie.

Oh, und wenn wir schon im Osten sind, muss ich erwähnen, dass ich den Akzent slawischer Sprachen einfach liebe. Nicht nur den von Milan Fras, sondern auch jenen von diesem jungen Slovenen der nur für die Fields of the Nephilim nach Berlin reiste. Zugegeben mehr als ein Gespräch wurde leider nicht draus, was wohl daran lag, dass er feststellte, dass ich etwas zu alt für ihn war. Tolle Sache  dieses „Ah-ich-alte-Schachtel“-Gefühl…mit 23.

Project Pitchfork spielen sich danach die Seele aus dem Leib, und das Publikum feiert begeistert mit. Haben mir gut gefallen, aber irgendwie überzeugen sich mich auf CD doch mehr als live. Nun, ich war danach jedenfalls ziemlich alle und eine weitere Band abzuwarten, bevor die Fields endlich die Bühne entern würden,  hätte ich wohl nicht geschafft.

Und dann endlich kommt Carl McCoy auf die Bühne und eröffnet mit Shroud das Konzert. Zu meiner Freude kommt auch bald die Brille runter, und jetzt erschliesst sich mir auch der Sinn der Kontaktlinsen, die er ja ständig trägt. Auch für Leute aus den hinteren Reihe ist somit die Mimik besser sichtbar, und natürlich schaut es einfach cool aus. Die Setlist war Shroud, Straight to the Light, Trees come down, Preacher Man, Love under Will, Sumerland, From the Fire, Penetration, Zoon, Watchman, Moonchild. Last Exit und als Zugabe Psychonaut. Ich fand das Konzert grossartig, und zumindest für mich war der Sound auch gut, was aber daran lag, dass meine super Ohrstöpsel alles schön runterdämpfen und zusätzlich Störgeräusche rausfiltern. Zeitweise hatte ich echt das Gefühl alleine zu sein, weil ich das Publikum kaum hörte. Die spürte ich umso mehr, wenn mal wieder freundig rumgeschubst wurde. Soweit ich sehen konnte wurden auch eifrig Türme gebaut, was wohl die Leute vom dawnrazor.co.uk Forum gewesen sein müssen. Die waren an allen drei Show des Christmas Ball und sind mittels Bus der Band hinterher gereist…muss wirklich toll sein, aber ich glaube nicht dass ich sowas überleben würde. Nur schon Bus fahren, nein danke.
Leider war das Konzert viel zu schnell vorbei und es war als wenn man aus einem wundervollen Traum geweckt wird. Wach wurde ich spätestens als draussen bei -20 Grad meine Gelenke innert weniger Minuten anfingen zu schmerzen. Mich schnell vom Kanadier verabschiedet, der leider seine Kollegin nicht erreichen konnte und die Nacht an der Aftershowparty verbringen musste, und ins Taxi gehüpft. Es ist mittlerweile irgendwie nach zwei Uhr…

30.12.2010 / 4 Uhr

Diese Scheiss Zuckerblutspermamatsche hat mir meinen ganzen Haare verklebt. Also Wecker auf neun Uhr stellen, damit die Haare auch genug Zeit haben zum Trocknen. Ich hab meinen Föhn vergessen…Ich mag Agonoize jetzt nicht wirklich mehr.

30.12.2010 / 12.30 Uhr

Frisch geduscht und aufgebretzelt, aber völlig fertig sitze ich bei dem Vietnamsen in der Pappelalle und schlage mir den Bauch mit gebratenen Nudeln mit Tofu voll.

30.12.2010 / 13.05 Uhr

Die Ticketautomaten an der Station Eberswaldestrasse funktionieren bis auf einen nicht. Der will weder Noten noch EC-Karten akzeptieren, und keiner der wartenden U-Bahnfahrer kann mir Kleingeld wechseln. Ich fluche erstmal auf Schweizerdeutsch rum, und gehe dann in einen Laden, damit ich dort Kleingeld wechseln kann. Meine siamesischen Kälbchen auf meiner Tasche erregen die Aufmerksamkeit der Verkäuferinnen „Oh, guck mal ein Schweinchen!“. Ach, wieso hält jeder die zwei für ein Schweinchen, wieso…

30.12.2010 / 13. 35 Uhr

Kleingeld hab ich, aber jetzt fährt die Bahn nicht mehr…meine Füsse frieren schon wieder ab.

30.12.2010 / 14.15 Uhr

Kein Schliessfach am Alexanderplatz, aber zumindest bin ich mal bis hierher gekommen. Nur fährt kein S-Bahn zum Haeckescher Markt. Ich will aber noch ins Museum, und dafür braucht man noch noch ein dummes Zeitfensterticket. Langsam reicht es mir mit Warten. Zudem werde ich auch noch fast von der S-Bhan mitgerissen, weil die Leute mich immer näher an den Rand des Bahnsteigs drängten.

30.12. 2010 / 14.45 Uhr

Ich habe gerade mein Gepäck am Hauptbahnhof in ein Schliessfach verfrachtet und warte wieder einmal, dass die S-Bahn fährt. Ich bekomme gerade schreckliches Heimweh nach den Schweizerischen Bundesbahnen…

30.12. 2010 /15.30 Uhr

Ich hab mein Zeitfensterticket. Einlass 16.30. Gehe in ein Café und trinke Kaffee, wieder einmal.

30.12.2010 / 16.30 Uhr

Nein, die dumme Kuh hat mir ein Ticket für den Einlass um 17 Uhr verkauft! Ich sitze  also unter den Pylonen des neuen Museum und döse vor mich hin. Sagen wir mal so, auf die reichen Damen mit ihren Pelzmäntel muss ich irgendwie befremdlich gewirkt haben. Aber ehrlich, das beruhte auf Gegenseitigkeit.

30.12.2010 / 20 Uhr

Ich habe gerade drei Stunden damit verbracht mir die gesamte ägyptische Sammlung anzusehen. Am meisten faszinierten mich die Schriftstücke, obwohl ich ja nichts davon lesen kann. Aber es war schön endlich das Amduat (Totenbuch) mit eigenen Augen zu sehen. Ich nehme mir fest vor endlich diese Sprache zu erlernen. Meine Karteikärtchen habe ich ja schon mal alle gezeichnet…ich mache mich schweren Herzens auf Richtung S-Bahnhof, nicht weil ich das Museum so vermissen würde, nein, sondern weil ich wieder in die Kälte raus musste.

Ansonsten muss ich noch anmerken, dass das Haus an sich, dass erst seit 20009 wieder geöffnet ist, auch sehr interessant ist. Es ist keine Rekonstruktion des ursprünglichen Baus, sondern es wurde bewusst darauf geachtet Spuren des Krieges zu erhalten, was sich für mich als sehr ästhetisch erwies. Das nächste Mal, werde ich hoffentlich mehr Zeit haben und mich dem Haus selbst und den anderen Ausstellungen zu widmen..

30.12.2010 / 20.30 Uhr

Natürlich fährt die verdammte S-Bahn nur gerade in die Richtung in die ich nicht will…

30.12.2010 / 20.50 Uhr

Über einen Umweg über den Alexanderplatz bin ich mittels Regionalbahn dann doch noch im Hauptbahnhof angekommen. Die Zeit bis der Zug eintrifft verbringe ich im Treppenhaus, dass zu den Parkdecks führt. Dort ist es warm, und man könnte notfalls Nacht dort verbringen. Nicht, das ich sowas vor habe. Ich stopfe mir dort den Magen mit Waldmeistergötterspeise voll und trinke dazu passenderweise Berliner Weisse mit Waldmeistergeschmack, und ignoriere die zeitweise vorbei kommenden Leute so gut es geht. Zu hören bekam ich nämlich immer wieder „Eh, guck mal, wieder ein Penner!“. Danke, vielmals.

30.12.2010/ 22.25 Uhr

Juhu, der Zug ist da, nur ist mein Wagen gerade am anderen Ende des Zuges! Ich renne, oder besser gesagt humple, weil meine Gelenke so weh tun,  also den ganzen Bahnsteig entlang um dann wieder in ein völlig überfülltes Abteil zu kommen…

31.12.2010/ 0.11 Uhr

Ich kann nicht schlafen. Gründe: Mein Nachbar, der sich einen Film anschaut und immer wieder fast einen Lachkrampf bekommt. Es ist zu heiss, und ich kann meine Stiefel nicht ausziehen. Irgendwas klebt in der Nähe der Lüftung, dass es ab und zu nach Fisch riecht. Ganz lecker. Ich entscheide mich doch noch eine Schlaftablette zu nehmen, trotz des Alkoholgenusses und beim Warten ob mir jetzt übel wird, schlafe ich endlich ein. Für die nächsten zwei Stunden, bis mein Nachbar beinahe sein Gepäck auf mich fallen lässt, weil er jetzt hier aussteigen muss.

31.12.2010 / 9.00 Uhr Basel

Es ist warm hier, wirklich! Ich warte (wieder einmal) auf meinen Zug, und freue mich darauf zu Hause gerade mal drei Stunden schlafen zu können. Den heute muss ich ja noch Silvester feiern. In Zürich, Totentanz…und Frau muss sich ja noch aufbrezeln…

Fazit: Berlin im Winter? Nein, danke. Besonders nicht an den Feiertagen. Stahlkappen werden kalt, und keine Angorasocken nützen dagegen was. Museumsinsel ist toll. Berliner sind wirklich nette Leute und die Fields einfach wunderbar…

4 Antworten to “40 Stunden Berlin”

  1. He, Du schreibst gut! Ich habe fast alles gelesen…und musste ab und zu schmunzeln. Was für ein Ausflug von der Schweiz nach Berlin mit dem Zug – das muss man erstmal machen. Chapeau!

    Ich hab die Fields zum 1. Mal vor 2 Jahren auf dem WGT gesehen und obwohl ich leider viel zu weit hinten stand, fand ich sie auch ganz toll. Carl McCoy war auch so ein früherer Traummann von mir und er kam auch jetzt noch sehr gut. Ein absolut enttäuschungsfreier Auftritt dieser legendären Band.

    Agonoize – naja – ich teile deine Meinung voll und ganz. Nach dieser Kunstsperma-Aktion noch viel mehr. Ich bin froh, dass ich die noch nie sehen musste und werde auch alles tun um dem (Kunstsperma) aus dem Weg zu gehen **lach**.

    Eins muss ich aber anmerken: Du scheinst ganz schön viele Schlaftabletten zu konsumieren.

  2. Also das waren die einzigen beiden Schlaftabletten in meinem bisherigen Leben, und das wird auch so bleiben. Auf der Hinfahrt musste ich einfach schlafen, da ich nicht vor hatte, am Konzert durch das eventuelle Schlafmanko umzukippen. Gleiches für die Rückfahrt, ich musste abends ja noch feiern gehen 😉
    Nächstes Mal such ich mir dann einfach ne Band die zu einer Zeit im Jahr spielt, wo die Nachtzüge nach Berlin nicht aus allen Nähten platzen.

    LG

  3. Ich kann mich Eurer Agonoize-Meinung nur anschließen. Dummerweise habe ich sie einmal beim M’era Luna vor einigen Jahren erlebt. Und alles nur, weil ich die Band danach sehen wollte und nicht wusste, was mich bei Agonoize erwartet. Zugegeben: Bis auf die Textzeile „F*** mich – Schrei mich an – das find ich schön – ich werd ganz geil – von dem Gestöhn“, mit denen das Thema „Tourette-Syndrom“ ausgedrückt werden soll (ich sage nur: Themaverfehlung. Sechs. Setzen.), habe ich kaum etwas verstanden. Eben nur mal das eine oder andere Schimpfwort. Ich konnte mir zwischendurch auch ein Grinsen und mehrmaliges ungläubiges Kopfschütteln nicht verkneifen. Es ist schon amüsant und befremdlich, wenn stahlharte „Electroheads“ bei einem Kiss-Cover aus vollem Hals „I Was Made For Loving You“ singen.

    Und ja, S-Bahn-Fahren ist in Berlin mittlerweile ein grausames Unterfangen. Die erste Schneeflocke, der erste Frost und das Chaos bricht aus. Tja, so ein Winter kommt eben jedes Jahr aufs Neue sehr überraschend.

  4. Ein interessantes Blog, anschaulich und kurzweilig geschrieben, angenehm zu lesen!
    Ich bin nicht über „Blut und Sperma“ 😉 darauf gestoßen, sondern weil Google die Seite ziemlich weit oben bei den Suchergebnissen zu dawnrazor.co.uk auswarf.
    Bin einer der von Dir erwähnten „Turmbauer“ vom Dawnrazor-Forum. Unsere Bustour war sehr erträglich, in den modernen Reisebussen droht auch keine Reiseübelkeit (falls es das ist, was Dich am Busfahren schreckt). Hart war allenfalls, dass wir in den Tagen nicht übermäßig viel Schlaf bekommen haben, aber überlebt haben es alle.
    Mit dem Zug aus der Schweiz nach Berlin und zurück dürfte nicht weniger anstrengend sein. Da wären Köln und Würzburg doch näher gewesen. Hast aber die richtige Wahl getroffen, der Berlin-Gig war der beste der drei. Bei den Strapazen, die du auf Dich genommen hast, musst Du ein wahrer Fan sein. Die Dawnrazors würden sich freuen, Dich im Forum begrüßen zu können. Vielleicht bis bald dort (oder gar beim nächsten Fields-Auftritt beim Wave Gotik Treffen in Leipzig)?
    Ahriman

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