Archiv nach Kategorie "Biologie"

Schlachtfelder II

Veröffentlicht in Biologie, Fotos mit Tags , , , , , , , , am Dienstag, Mai 19, 2009 von Atanua

Nein, ich lebe noch, auch wenn ich weder Internet habe, noch Zeit hätte dies überhaupt zu nutzen. Was ich so mache? Lernen. Mich aufregen. Morgen werde ich mir die Zeit nehmen meine Abstinenz vom Netz zu unterbrechen, da sich einige Personen sicher fragen, wieso zur Hölle ich nichts mehr von mir hören lasse. Könnte noch eine Weile so bleiben. Morgen dazu mehr.

Hier die Bilder der letzten zwei Biodiversitätspraktika, Tintenfisch und Schabe. Nein es stinkt nicht, nicht mehr als eben eine Sepia riecht, aber die Sezierbecken die stinken und wenn man sie mit Wasser füllt, ja dann lösen sich Gerüche der letzten Jahre daraus…Sezieren ist lustig, besonders wenn man feststellt, dass man mal wieder alles verhäckselt hat. Schön, wenn dann doch etwas klappt.

„Ihr Zwei seid ja doch nicht so grobmotorisch gestört, wie ich dachte!“

Zitat eines Assistenten während des Sepia-Praktikums

Alle Bilder HIER

Sepia officinalis



Blaberus craniifer (Totenkopfschabe)


Biologiestudium in 169 Worten

Veröffentlicht in Biologie, Gedankenschieberei, Leben am Freitag, April 10, 2009 von Atanua

Meine Semesterarbeit ist abgegeben und ich habe das erste Mal sein letzten Sommer Ferien. Okay, da ist noch das Biochemiejournal zu schreiben, ca. 10 Kapitel im Brock zu lesen, Biodiversität abzutippen und…egal. Hier jetzt ein Rückblick auf die letzten dreieinhalb Semester Biologiestudium.Ach ja, frohe Ostern…auch wenn ich nicht dran glaub ;-)

Chemie ,Math, Ratte sezieren, Physikpraktik, Parasit, Balsamico auf Laborjournal, Crapguy, hydrophober Effekt, Limnetic zone, Escherichia kohli, Koma, Candida, Mortimer, keine Fenster, triploides Endosperm essen, Drosophila melanogaster, Enzym, Hämolymphe, Köhlersches Beleuchtungsprinzip, CAM-Pflanzen, Evolution, Coop Prix Garantie, Teigwarensalat, Allele, Nima, Analabstrich, Gamander Ehrenpreis, Chrysoperla carnea, Pflanzen bestimmen und kläglich scheitern, Versagensängste, Allopatric speciation, Ruud, Statistik, Koffein, Lateral, aktives Zentrum, Desoxyribonukleinsäure in meinem Kühlschrank, Trypanosoma brucei, Neuralrohr, Bandwürmer, zu wenige Klos und zu viele Studentinnen, Mitochondriale DNA, Tension zone, Transposon, Leaf Area Index, Photospektroskopie, eisige Temperaturen auf dem Klo, Halobacterium salinarum, Fisch sezieren, Gilsonpipetten, Blutagar, , Poisson Verteilung, „ey das ist voll abgespact“, Paradise Birds, Calvin Zyklus, Homologe, Fisch sezieren, Skorpione schön finden, Müdigkeit, Hybrids, Trichinen. Waldrandeffekt, Ballett, Biochemie, Alien species, Ventral, mit Embryonen spielen, störrische Kopierer, Institusdrachen, Darwin, 1000-seitige Bücher, Bechergläser schrotten, Hämolyse, Inbreeding coefficient, Gelelektrophorese, Parasitoid, Seife machen, Titrationskurven, Adenosintriphosphat, Arabidopsis thaliana, Campell, Philosophie der Biologie, „let’s compare the average allele frequencies“, sexy Professoren, Verschlafen, Nature, viele Vogelskelette, Rhinogradentia, Rückenschmerzen, Mesogloea, µ, Michaelis-Menten Kinetik, Bartgeier, Müllersche Mimikry, Syphilis, Bier, Tränen,

„Nothing in Biology Makes Sense
Except in the Light of Evolution“

Zwischending

Veröffentlicht in Biologie mit Tags , , , , , , am Sonntag, November 30, 2008 von Atanua

Pfauenhahn

Schön nicht? In freier Wildbahn wäre das Männchen aber sicher schnell durch das auffällige Weiss von Räubern gefressen worden. Die Augengrösse der Federn ist übrigens ein ehrliches Signal für die Fitness des Hahns. Weibchen wählen den Hahn mit den grössten Augen, so dass die Jungen die bestmöglichen Gene bekommen. Bei Vögel sind die Gefiederfärbung der Männchen fast immer ein ehrliches Sigal für eine Parasitenresistenz, die dann an die Jungen weitergegeben wird. In Experimenten wurden Pfauenhennen künstlich befruchtet und es zeigte sich, dass Junge mit einem Vater mit grossen Augen schneller schwerer wurden und eine höhere Überlebensrate hatten. Folglich hätte der auch nicht gerade gute Chancen bei den Henne, da zumindest die Hälfte des Rades weiss ist und sich die Augengrösse schlecht ausmachen lässt…

Wer es lesen will:

Petrie Marion: Improved growth and survival of offspring peacocks with more elaborate traits. Nature 371:598-599 (1994)

Zum Abschluss Besuch einer Königin

Veröffentlicht in Biologie mit Tags , , , am Montag, Mai 14, 2007 von Atanua

Sonntags gegen achtzehn Uhr riss mich ein tiefes Surren aus den molekulargenetischen Gedanken. Zuerst dachte es sei irgendeine fette Fliege von einem der umliegenden Bauernhöfe, aber das Surren war irgendwie zu tief dafür. Ich schielte zum Fenster links von mir und stand dann erstmal wie von der Tarantel gestochen auf. Eine riesige Wespe! Ich mag Wespen nicht besonders, die Viecher werden recht schnell aggressiv und haben leider eine Vorliebe dafür auf Glace und Torten zu hocken. Besonder auf den Stücken, die sich gerade auf der Gabel befinden. Mhhh, lecker Torte mit Wespenüberzug…

…Ihre Majestät…

von www.hornissen-info.de

Ich guckte noch einmal hin und zweifelte langsam an der Echtheit dieser „Wespe“. Ich hab schon einige riesige Wespen gesehen, die wohl aufgrund des Nahrungangebotes die Grösse einer Hornisse erreicht hatten. Endlich fiel der Groschen…das war ja eine Hornisse, wenn auch eine verdammt Grosse und irgendwie sah sie auch etwas anders als gewohnt aus. Die meisten Menschen rasten beim Wort Hornisse vor Angst aus und schlagen die armen Insekten tot. Dabei sind die um einiges friedlicher als gewöhnliche Wespen und stechen viel seltener. Hornissen sind zwar auch Wespen, aber bei Gefahr bevorzugen sie es zu fliehen.

…trinkende Arbeiterin…

von www.hornissen-info.de

Ich öffnete darauf beruhigt das Fenster etwas mehr und wartete bis sie von selber wegflog. Dabei versuchte ich die Grösse der Dame abzuschätzen und kam auf gute fünfeinhalb Zentimenter. Auch für eine Hornisse eine beachtliche Grösse!

Nachdem sie weggeflogen war suchte ich im Internt nach Steckbriefen von Hornissen und siehe da; Ich hatte gerade eine Königin zu Besuch gehabt!

Wie ich weiter erfuhr, fliegen die Königinnen nach dem Winterschlaf gegen Mai auf der Suche nach einem geeigneten Platz für ein Nest umher. Ist sie fündig geworden beginnt sie aus abgeraspelten Holz einzelne Waben zu bauen, worin sie die ersten Eier ablegt. Zu dieser Zeit hat die Königin gleich drei Aufgaben: Nestbau, Brutpflege und eventuelle Verteidigung. Sind erstmal ein paar Arbeiterinnen geschlüpft, kann sie sich aufs Eierlegen konzentrieren. Auf dem Höhepunkt der Entwicklung kann eine Hornissenvolk aus bis zu 700 Tieren bestehen und ihr Nest eine Grösse von 40 x 70 cm erreichen. Gegen August beginnt die Königin zukünftige Königinnen und Drohnen, also Männchen, zu legen, die nach dem Schlüpfen wegfliegen und sich paaren. Die neuen Königinnen verstecken sich daraufhin sofort, um zu überwintern und die Drohnen sterben kurz danach.

…ziemlich fotogen…

von www.hornissen-info.de

Gegen Oktober stirbt dann auch die alte Königin und mit ihr das ganze Volk. Im nächsten Mai beginnt der Zyklus von Neuen, vorausgesetzt die neue Königin hat den Winter überstanden und wurde nicht von einem ängstlichen Menschen getötet.

Also liebe Kinder, niemals im Mai oder Juni eine Hornisse töten, denn fast immer ist es eine Königin. Zudem stehen diese Insekten auf der roten Liste.

Vom unserer Hoheit kommen wir jetzt noch kurz zu den ganz alltäglichen Leiden einer Primanerin. Diesen Mittwoch beginnt der schriftliche Teil der Matur mit dem Deutschaufsatz. Ab nächsten Montag dann Mathe, Französisch, Schwerpunktfach und 5. Pfrüfungsfach. Mein Schwerpunktfach ist Biologie und Chemie und das 5. Prüfungsfach ist Englisch.

Ich hab noch keinen Zentimeter Mathematik gelernt und ich hab Angst. Heute war es am Gymnasium ziemlich sinnlos, da wir ausser in Mathe nur noch Kaffeekränzchen mit den jeweiligen Lehrern hatten.

Morgen werden dann die Fotos für die Muluszeitung (Abiturzeitung ; Mulus = lat. für Esel) gemacht. Ich bin natürlich für das Layout zuständig. Als ob ich nicht schon genug zu tun hätte. Morgen muss ich mir noch einen Duden kaufen, denn wir dürfen beim Aufsatz einen gebrauchen.

Das wars von mir…

Janusköpfe

Veröffentlicht in Biologie mit Tags am Freitag, April 13, 2007 von Atanua

Star kam letzten Dezember in Virginia, USA auf die Welt. Stars hätte besser gepasst…es hat nach meinen Quellen drei Sätze an Zähnen, zwei Kiefer, zwei Zungen, zwei seperate Nüster, aber jedoch nur eine Augenhöhle in der Mitte mit zwei Augen. Das Kalb war für ein solches ziemlich gesund, starb aber trotzdem Anfang dieses Jahres.

Die Natur bringt manchmal wirklich Erstaunliches zustande, obwohl wir Menschen mit Radioaktivität auch nachhelfen können. Natürlich kann man anstatt zwei Köpfen auch sechs Beine, sechs Zitzen verteilt auf zwei Euter und zwei Vaginen haben. Allerdings sind zwei nutzlose Beine, die zwischen den Hinterläufern herunterbaumeln wohl nicht sonderlich praktisch. Solche parasitäre Zwillinge, ich nehme mal an es ist bei diesem Klab einer, kann es auch bei Menschen geben und es gab einige Fälle, wo Leute ihren Zwilling erst bei einer Routineuntersuchung entdeckten.

Video der Kuh mit sechs Beinen

In China sind dieses Jahr zwei Schweine mit zwei Gesichtern und eines mit sechs Beinen auf die Welt gekommen.

Quelle www.metro.co.uk

Süss, nicht? Wünsche angenehme Träume.