Archiv für Juli, 2009

Totes XXII

Veröffentlicht in Totes mit Tags , , , , am Donnerstag, Juli 23, 2009 von Atanua

by JMarie Photography

Ja, ich habe diese Kategorie im Mai und Juni sträflich vernachlässigt.

Drei: Katzen

Veröffentlicht in Fotos mit Tags , , , , am Montag, Juli 20, 2009 von Atanua

Meine zweiköpfige Tasche ist da!

Veröffentlicht in Leben mit Tags , , , , am Mittwoch, Juli 15, 2009 von Atanua

…ein Kopf ist nicht genug…

Ja, endlich ist sie da. Bestellt habe ich am 31.6, heute durft ich sie in die Arme schliessen. Leider ist der vordere Kopf etwas zu hell geworden, was wohl daran liegt, dass ich das Bild zwecks Vergrösserung mit Blitz abgelichtet habe. Auf dem Bildschirm war der helle Berech nie so hell wie jetzt auf der Tasche. Egal, ich freu mich trotzdem wie ein kleines Kind. Gekostet hat der Spass nun für das Modell Photobag V1/ Grösse Large:

  1. Tasche – 62.94 Euro
  2. Versand CH – 9. Euro
  3. Überweisungsgebühren – 18.45
  4. MWSt + Verzollung – 17.53

Total: 97.92 Euro = ca. 151.-

Tja, nicht billig, und leider kann ich bei Onlinebestellungen nicht die deutsche Mehrwertsteuer abziehen lassen. Jetzt muss ich mich erstmal daran gewöhnen so eine grosse Tasche (32×32 cm) herum zu tragen, aber jetzt kann ich zumindest meine Trinkflasche richtig verstauen und muss sie nicht immer in der Hand halten. Hier übrigens noch ein anderes Foto der Kälbchen, zusammen mit der Mama.

ca. 1940 in Ohio

Tanz: Nacho Duato’s Remanso

Veröffentlicht in Tanz mit Tags , , , , , , , , , , am Samstag, Juli 11, 2009 von Atanua

Getanzt von Vladimir Malakhov (Blau), Parrish Maynard (Grün) und Keith Roberts (Orange). Ich schätze die Aufnahme ist fast zehn Jahre alt, denn Malakhov ist noch beim ABT. Das ist ja schon eine Weile her…

Einer der Kommentare bei diesem Video liest sich übrigens folgendermassen:

Female dancers must wish they were male for once when they watch this piece.

Dem ist nichts mehr anzufügen, ausser: Anschauen!

Etwas Musik: David Bowie & Trent Reznor

Veröffentlicht in Musik mit Tags , , , am Samstag, Juli 4, 2009 von Atanua

Will mir seit letzten Samstag nicht mehr aus dem Kopf. Dann dieses Video, simpel, aber immer wieder sehenswert. Besonders der Moment wo man Trent’s Augen im Rückspiegel sieht…

Ferien… was soll ich nur machen?

Veröffentlicht in Leben mit Tags , , am Freitag, Juli 3, 2009 von Atanua

Ja, Ferien. Drei Noten schon zurück, alle gut. Ich darf jetzt etwas Ferien haben. Ferien ist nun in meinem Alter die Zeit, wo man versucht alles nachzuholen, wofür einem während des letzten Jahres die Zeit fehlte. Ich möchte aber nicht übertreiben, auch wenn es schwer fällt

  • Meine zwei ausgeliehene Bücher über Photographie durcharbeiten.
  • Fotos machen. Bevorzugt zur Selbsttherapie, damit ich wirklich einmal ausziehe.
  • “Kulturgeschichte des Tanzes” endlich fertig bekommen.
  • Das Buch über Hieroglyphen endlich durchzuarbeiten. Ich habe das Ding seit acht Jahren!
  • Kommode herschaffen. Schrank wegwerfen.
  • Fit bleiben. Es ist eine masslose Untertreibung, wenn ich behaupte in meiner Dachwohnung Ballett zu machen sei Selbstmord. Backofen, reicht das als Stichwort?
  • Lernen. Für die Biochemieprüfung. Für die Nachprüfungen.

Zuviel. Wir werden sehen.

Zum Abschied noch einmal winken

Veröffentlicht in Leben mit Tags , , , , , , , am Mittwoch, Juli 1, 2009 von Atanua

Fotos vom Festival gibt es HIER bei tilllate.com

Nachfolgend ohne Reihenfolge eine persönliche Zusammenfassung vom St.Gallen Openair 2009. Nein, ich bin in Ordnung.

  • Ich stehe auf der Waage bei E. zu Hause. 50 Kilogramm. Es ist also möglich drei Kilo in drei Tagen zu verlieren. Wieviel davon Wasser ist, weiss ich nicht. Viel?…Now everything is cool as long as Im getting thinner… Wäre es doch nur so einfach.
  • Ich putze und packe. Ich bin müde, aber voller Vorfreude. Den Rest des Abends und den nächsten Tag verbringe ich mit E. und ihrer Mutter und schönen Wetter. Die Angst meine Schicht nicht abtauschen zu können und die Hälfte von NIN’s Konzert zu verpassen kommt immer wieder hoch. Donnerstag Nachmittag stellen wird unser Zelt auf dem Helferzeltplatz im Sittertobel auf. Ein bisschen auf einer erhöhten Stelle, damit ja kein Wasser reinlaufen könnte.
  • Es ist zwei Uhr morgens ich und E. zeigen uns gerade gegenseitig Videos bei Youtube. Beispielsweise wie Trent ausrasten kann und wie die Schweizerband Reign of Silence ganz alleine ihr Video gedreht haben. Wir geraten irgendwann wegen der Wettervorhersage auf die Seite der NZZ und da steht es. Michael Jackson ist tot. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass er seinen Ruf durch die angekündigten Konzerte hätte reparieren können. Ich war nie ein Fan von ihm, obwohl mir seine Musik ganz gut gefällt. Als kleines Kind habe ich einmal ein Konzertmitschnitt gesehen und was mich damals vor Ehrfurcht erstarren liess war nicht die Musik, sondern wie er tanzen konnte. Einfach als wäre es das einfachste auf der Welt sich schräg in einer Linie nach vorne zu lehnen…
  • Regen trommelt aufs Dach , aber ich schlafe tief und fest, mit einem angeborenen Hörschaden auf dem linken Ohr und Ohropax fast bis ins Hirn reingedrückt ist das auch nicht schwer. Vom Gestöhne unserer fickenden Nachbarn werden wir trotzdem beide wach. Eigentlich hätte ich die Zeit stoppen sollen und sie danach dem Rest des Zeltplatzens mitteilen sollen.
  • Das ganze Festivalgelände ist eine Matschlandschaft, meine Schuhe sind grob vier Kilogramm schwerer und wir haben beide schreckliche Angst auszurutschen. Da wir ja primär als Kaffeeverkäufer hier sind, wäre es sehr schlecht als Schlammmensch zur Arbeit zu erscheinen. Ich zittere als wir uns zum Helferzelt zurück kämpfen. Es regnet, noch klingen die Worte von Hurt in meinen Ohren, und ich weiss, dass ich Nine Inch Nails gesehen habe. Das erste und letzte Mal. Ich weiss es einfach, so wie man sich seiner selbst bewusst ist.
  • Braune Augen, halblange blonde Haare. Ich muss mich wie immer zum Kunde runter lehnen, damit ich alles verstehe. Ich muss mich noch ein klitzekleines bisschen weiter nach vorner lehnen, weil er nämlich eine meiner Zöpfe erwischt hat und daran zieht. Ob ich mit ihm da drüben ein Bierchen trinken würde, ich hätte ja so schöne lange Haare, die er gerne mal offen sehen würde. Ich lächle entschuldigend und erkläre, dass ich arbeiten muss, dann werde ich leicht säuerlich und er verzieht sich. Ich habe nun grosse Lust vor Wut rumzubrüllen und den ganzen Kaffeetruck auseinander zu nehmen. Müsste ich nicht arbeiten und wäre da nicht E., die ich nicht einfach stehen lassen kann, die mich schräg angucken würde, ja dann wäre ich mitgegangen. Bier trinken, ficken, auch egal.
  • The Frail wird gespielt und der Kollege von E. hält endlich auch die Klappe. Wären wir nur weiter unten, dann würden wir vielleicht nicht von allen überrannt werden die nun feststellen, das NIN doch nichts für sie ist. Wären wir weiter unten und hätte ich mehr Alkohol im Blut, hätte ich nicht solche Probleme mit zu gröhlen…und ich würde etwas mehr von Trent sehen, der ja wirklich ein Zwerg ist. Das auch noch der Kameramann ständig vorbei schwebt und mir die Sicht versperrt, hebt meine Laune nicht unbedingt…NIN Musik macht mich seltsam, irgendwie überglücklich, aber auch endlos aggressiv.
  • E. hat eine Stunde früher Schicht als ich und nach dem Frühstuck kämpfe ich mir den Weg zurück zum Zelt, wo ich mich schminke. Als ich fertig mit allem bin, öffne ich den Reissverschluss des Vorzeltes und will durch schlüpfen. Igendwie schaffe ich es, dass sich sehr viele meiner schon geflochtenen Haare im Reissverschluss verfangen. Ich stecke fest. Ich hänge an unserem Zelt. Noch hat niemand etwas bemerkt. Ich überwinde mich und reisse an den betroffenen Haaren. Einige Minuten später halte ich ein Büschel meiner mühevoll bis Steisslänge gezüchteten Haare in den Händen. Mir ist nach Heulen, auch weil mir nun der ganze Kopf weh tut. Das sollte für die Hälfte des Tages anhalten.
  • S. kommt noch kurz am Kaffeetruck vorbei, um sich von uns zu verabschieden. Ich frage kurz wo sie während NIN gewesen sei. Mitte vorne links, beim Wellenbrecher. Es sei zwar rutschig gewesen, aber gepogt wurde selten. Ja, dass habe ich auch gesehen. Ich hätte wohl doch nach unten gehen sollen. Aber ich wollte auch nicht, dass E. wegen mir im Schlamm landet und wie erwähnt mit Schlamm veschmiert zur Arbeit erscheinen war nicht sehr erwünscht.
  • Ich habe zuviel Koffein im Blut, mir ist übel von der Hitze und ich frage mich, wann verdammt noch mal wir endlich schliessen und ich nicht ständig noch einen Kaffee rauslassen muss, während mir die anderen das Zeug vor der Nase wegräumen. Dann das erlösende “Fertig, Leute!”, eine Seite des Trucks wird zum Durchspülen geöffnet und als ich darauf zu gehe, fängt das Radio im Truck  an “The hand that feeds”  zu spielen. Ich bin glücklich.
  • Als ich später, vom Konzert mit NIN noch völlig aufgewühlt und erschöpft im Truck Kaffee verkaufe, kommt einer andere Helferin zu spät, angetrunken und völlig schlammverschmiert zur Arbeit. Der Alkohol hatte auch zur Folge, dass sie den Wasserhahn über dem Eimer zu lange offen liess und somit den ganzen Truck flutete. Der reingetragene Schlamm wurde nun so richtig flüssig und wann immer ich zum grossen Kühlschrank rennen musste um die kleinen Kühlschränke mit Getränken aufzufüllen, hatte ich grosse Mühe mir kein Bein zu brechen. Ich hätte also doch schlammverschmiert antanzen können…ich hätte die Kuh am liebsten geohrfeigt.
  • Es ist  Sonntag, so gegen Mittag und E. und ich essen Pasta nach Florentiner Art und Salat zum Frühstück, dazu leeren wir den Rest der Flasche mit Rumcola. Jetzt regnet es nicht mehr aber es ist warm, falsch heiss. Wir laufen nun das erste Mal zur Bühne runter und geniessen den Auftritt der Schweizer Reggae-Band Phenomden. Hinter uns, beim Zaun vor dem Mischpult sind Plastikplanen die man runterklappen kann. Genau das tun wir später und lehnen uns entspannt gegen den Zaun. Wir werden langsam schläfrig und beim Soundcheck der nächsten Band, der so laut ist, dass der Zaun durch den Schall wackelt,  schlafe ich ein. E. übrigens auch.
  • Es ist unsere letzte Schicht, die Leute verlangen immer mehr Wasser, aber wir können gerade noch Leitungswasser und Kaffee anbieten, alles andere ist ausverkauft. Jemand bestellt einen Latte Macchiatto, dieser jemand hat blaugraue Augen und raspelkurze Haare. Wir starren uns schon beim Bestellen blöd an, und als sie eine halbe Stunde ihr Depot einlösen will, starren wir uns wieder zu lange, zu tief in die Augen. Instinktiv weiss ich, dass wir beide Ähnliches denken, aber bevor ich überhaupt darüber in Verwirrung gerate, kommt ihre Freundin, packt sie am Arm und wirft mir einen Blick zu, der nur so vor Eifersucht trieft. Eifersucht die man nur hat, wenn man jemanden liebt. Nun habe ich Gelegenheit verwirrt zu sein und als nächstes mache ich einen Kaffee statt einen Espresso fertig, so dass ich den Kaffee trinken darf/muss und mein Koffeinpegel langsam in ungesunde Gefielde steigt. Das wiederum führt dazu, dass sich E. langsam etwas um mich sorgt, so wie ich durch den Truck rase…

Zurück aus der Parallelwelt lese ich, dass Trent Reznor bei einem der Konzerte in der USA angekündigt hatte, keine Konzerte mehr in seinem Heimatland zu spielen. Ich wette irgendwann kommt eine solche Ankündigung für den Rest der Welt. …ich hatte also Recht, mit meinem Gefühl, dass ich sie nie wieder sehen werde… 05 spülte mir das Unwetter NIN weg, zwei Jahre später wollte ich nicht alleine nach Zürich und als A. endlich einwilligte war das Konzert natürlich ausverkauft. Und nun habe ich sie gesehen, von weitem, aber trotzdem bin ich dankbar, das ich es erleben durfte.