Gute und schlechte Mails.

Ich musste letzten Freitag meine Semesterarbeit abgeben. In der Anleitung der Professorin stand nichts davon, dass sie eine echte Arbeit will, soll heissen ausgedruckt. Meine Arbeit letztes Jahr habe auch elektronisch abgegeben. Nun jedenfalls warf ich die letzten Tage keinen Blick ins UniMail-Postfach, über Ostern sowieso nicht. Heute sehe ich also eine Mail vom Montag. Inhalt:

Sie hätte die Arbeit auch gerne ausgedruckt. Kein Problem.

Sie hätte auch gerne die zusätzlich verwendeten Artikel. Sîe hat mir ja vier schon geschickt und jetzt darf ich wirklich meine fünf anderen auch noch ausdrucken. Verdammt, ich habe anderes zu tun als blöd in der Druckerei rumzustehen. Meine Ausdrucke sind leider vollgekritzelt und jetzt sowieso im Mülleimer. Wieso wurde einem das nicht in der Mail im Dezember gesagt? Hat die Frau keinen Drucker? Hätte ich tatsächlich nur die vier Artikel von ihr benutzen sollen, wo in drei davon das gleiche steht?

Ein weiteres Problem stellt ein Artikel aus dem Jahr 92 dar. Den habe ich zwar aufgeführt, als hätte ich ihn ganz gelesen, was aber nicht simmt. Ich habe nur das Abstract gelesen. Mehr brauchte ich für die Quellenangabe eines Satzes auch nicht. Nun da sie den Artikel aber will, womit sie wohl sehen will, ob ich die Artikel gefunden resp. gelesen habe, befinde ich mich in einem leicht misslichen Lage. Ich will nicht zugeben, dass ich ja NUR das Abstract gelesen habe. Macht keinen guten Eindruck. Artikel ist online nicht verfügbar. Da aber meine hübsche Bibliothek die Nature abonniert hat, werde ich morgen um acht dort sein und die Bibliothekarin bitten, mir zu zeigen wo in den doofen Zeitschriftenmagazinen Ausgabe 356 ist. Ich werde den Artikel kopieren, die Arbeit und die anderen Artikel ausdrucken und dann einen ziemlich fetten Brief an sie schicken. Ich wette er kommt nie an. Jetzt schiebe ich natürlich Panik, dass diese Verzögerung irgendeinen Einfluss auf meine Bewertung hat.

Aber egal, gute Neuigkeiten habe ich auch: Ich kann als Helferin ans St.Gallen Open-Air!

Eine Antwort schreiben