
Samstags machte ich mit E. auf nach Pratteln um Tiamat zu sehen. Zuvor jedoch rannten wir erstmal für unseren Zug, da E. und ihr Freund etwas spät dran waren. E.’s Freund verliess uns dann in Olten und wir kamen ohne weitere Zwischenfälle in Pratteln an. Ich war ja noch nie zuvor im Z7, und gehe zwecks Selbschutz nicht besonders oft auf deren Website, sind dort doch zuviele Bands aufgelistet, die ich gerne sehen möchte. Wie immer sehen Hallen auf den Fotos grösser aus, als sie es wirklich sind, das gilt auch für das Z7. Etwas nervig im Winter ist die fehelnde Garderobe, allerdings gibt es da einige Plätzchen wo man eine Jacke ganz sicher verstauen kann. Wo sage ich nicht…
Als Vorbands angekündigt waren Novembre und Gothminister, allerdings wurde das in StoneMan und Ava Inferi umgeändert.
StoneMan
Kommen aus der Schweiz und machen so etwas Richtung Glam/ Industrial. Musik gefiel mir eigentlich ganz gut, Texte solala, das Gepose ist irgendwie etwas unpassend für abends um halb sieben. Vorband zu sein ist eh ein undankbarer Job…Hosen die ein, oder zwei Nummern zu klein sind sollte man auch eher dem verstorbenen Lux Interior überlassen *hüstel*
Sie haben ihre Sache aber gut gemacht, noch besser wäre es allerdings gewesen hätte man sie nach Ava Inferi spielen lassen und nicht vorher.
Ava Inferi
Na, dazu kann ich nicht viel sagen. ausser, dass mir Metal mit frauengesang nicht sehr zusagt. Generell bevorzuge ich lieber Männerstimmen, ausser Siouxsie findet sich in meiner Musiksammlung kaum eine Frau. E. sagte die Stimme der Sängerin auch nicht sehr zu, also verzogen wir uns in den hinteren Teil der Halle und setzen uns. Zu Ava Inferi kann man noch sagen, dass sie ihre Lieder immer sehr schön, langsam (langatmig) beginnen und ein ausgesprochenes Talent dafür haben, ihre Lieder im seltsamsten Moment abzuwürgen. Ich meine ich hörte nur mit einem Ohr zu und es fiel mir immer noch auf.
The 69 Eyes
Nun kommen wir zu den Showmännern aus Finnland. E. ist ein ziemlicher Fan von ihnen, mir gefallen sie zwar auch, aber bis heute besitze ich keines ihrer Alben. Das Konzert ändert nichts daran, irgendwie fehlt etwas, was mich berührt. Was die Setlist angeht… ich bin leider grottenschlecht darin mich an sowas zu erinnern. Aber ich kann sagen, dass leider „Still Waters Run Deep“ und „Chair“ nicht gespielt wurden. Jyrki weiss wie man die Menge anheizt, und wie man post, da kann man nicht dran meckern. Nur manchmal hat man das Gefühl, das es vielleicht etwas zu einstudiert ist. Die Reihen vor uns und wir hatten aber so oder so unseren Spass, wie es hinten aussah weiss ich nicht. Als das Konzert dann (zu schnell) vorüber war, schmiss einer der Roadies noch die Drumsticks in Publikum und E. konnte nach etwas Gerangel Einen ergattern.
Tiamat
Nun war es endlich Zeit für die Headliner des Abends. Im Hintergrund wurde ein umgedrehtes Kreuz aus vielen kleinen Scheinwerfern aufgebaut. Manch einer mag es klischeehaft finden, aber die Lichteffekte waren gut und das ist was zählt, nicht?
Setlist weiss ich leider auch nicht mehr, aber gespielt wurden ganz sicher Do you dream of me, Cain, Vote for Love, Brighter than the Sun, Wings of heaven, Until the Hellhounds sleep again, Sleeping Beauty, Via Dolorosa und ja ganz sicher noch andere
Jedenfalls war das Konzert sehr schön, wobei wir nicht gerade die waren, die am meisten abgingen. Da war der linke, gesunde (E.war erkältet und ich hatte einen Höllenmuskelkater vom Ballett), besoffenere Ecken weitaus besser. Nicht umsonst wandte sich Edlund dieser Seite etwas öfters zu
Ich kenne die Band so seit etwa einem Jahr, Alben besitze ich zwei (Prey & Anathemes) die ich als Kopien von Alex zum Geburtstag bekam. Dankeschön noch mal! Bekanntlich mag ich ja tiefe Männerstimmen… Edlund hat eine ganz wunderbar tiefe Stimme, die live noch eindrucksvoller als auf den Alben ist. Das Konzert machte mich kurz gesagt zum Fan.
Wünsche werden manchmal sogar wahr, wenn man nur feste genug wünscht. Nach glaube ich drei Liedern Zugabe war dann das Konzert zu Ende (nein, das habe ich mir nicht gewünscht…) und es wurden ziemlich viele Pleks ins Publikum geworfen, von denen wir Zwei abbekamen. Danach nach Bern zurück, bei E. in der WG morgens um zwei was gekocht, um zwölf Stunden später aufzustehen und bis halb fünf am Nachmittag zu frühstücken…
Wie man vielleicht erahnen kann, habe ich sehr viel zu tun. Wie anders lässt sich erklären, dass ich erst jetzt darüber schreibe. Schönes Leben…