Earthlings

Ansehen

Wie schon erwähnt habe ich mir am Dienstag die Dokumentation „Earthlings“ angesehen. In Spielfilmlänge wird die Abhängigkeit der Menschen vom Tier aufgezeigt und was das für die sogenannten Nutztiere bedeutet. Einleitend werden Rassimus und Sexismus mit Speziesismus (Ungleichbehandlung eines Lebewesen aufgrund der Art) verglichen. Meine Meinung dazu später. Danach wird in fünf Kapiteln die Abhängigkeit und deren Folgen erörtert. Der Film selbst ist eine Sammlung diverser Aufnahmen von Tierschützern oder auch privaten Videos. Die Musik stammt von Moby, Sprecher ist der Schauspieler Joaquin Phoenix, beide schon lange Veganer.

1.)Haustiere

In diesem Kapitel wird das Problem der Hundefabriken in Amerika und streunender Tiere angesprochen. Ein Grossteil der Tiere wird eingeschläfert/vergast, weil sich keine neuen Besitzer finden lassen. Es ist ja bekannt, dass sich viele Menschen Haustiere wie Plüschtiere vorstellen und sie später ausetzen, weil sie nicht mit ihnen klar kommen. Man kann sie aber auch in der Müllabfuhr entsorgen. Lebendig, versteht sich.

2.) Nahrung

Dieses Kapitel nimmt am meisten Platz in dieser Dokumentation ein. Gezeigt werden die alltäglichen „Probleme“ der Nutztiere. Kastenhaltung, fehlende Einstreu, kleine Ferkel die in der Gülle unter ihrer Mutter verfaulen, Kanibalismus, Enthornungen oder Schnäbelstutzen ohne Betäubung etc. Die Folgen der Massentierhaltung für die Umwelt sind schliesslich auch nicht ohne. Wohin mit all der Gülle, woher die Anbauflächen für das Getreide? Der Regenwald wird beispielsweise auch vermehrt für den Sojaanbau abgeholzt, wobei ein Grossteil des Sojas für die Futtermittelindustrie gebraucht wird. Die Viehzucht hat auch einen gehörigen Einfluss auf den Klimawandel, was man hier nachlesen kann.

Ansonsten beeindruckte mich, dass bei einem der grössten Schlachthöfe für koscheres Fleisch so ziemlich alle Regeln der Schächtung missachtet wurden…Tier nicht anfassen hiess dort soviel mit der Hand die Gurgel rauszureissen. Weiter wird gezeigt, dass ein Bolzenschuss nicht immer betäuben muss und manches Schwein trotz Betäubung mit Kohlendioxid wieder aufwacht, wenn es kopfüber im kochenden Wasser landet.

Ein Grossteil der Bilder dieses Kapitels kommt wohl aus den USA, wo die Viezucht sowie dieAgrarwirtschaft noch ganz andere Dimensionen erreicht als hier. Allerdings können diese Bilder trotzdem für hiesige Betrieben stehen, denn schwarze Schafe die Gesetze wie fehlende Einstreu oder das Verbot der Kastenstände missachten gibt es immer wieder. Was das Schlachten angeht, so läufts auch hier so ab. Mit den gleichen Pannen.

3.) Kleidung

Dieses Kapitel geht besonders auf die Lederherstellung ein. Weltgrösster Lederproduzent ist Indien. Abgesehen davon, dass die Leute um zu überleben ohne Schutzkleidung in den Chemikalien für die Gerbung arbeiten und sich so stets vergiften, schmerzt auch die Behandlung der „heiligen“ Kühe Indiens. Sie werden Familien abgekauft, ohne natürlich den wahren Verwendungszweck der Tiere zu verraten und fahren oder treiben sie kilometerweit an einen der wenigen Schlachthöfe, wo es erlaubt ist Kühe oder Rinder zu schlachten. Stellt euch vor ihr seid eine heilige Kuh, die immer fressen durfte und plötzlich liegt ihr geknebelt in nem LkW, kriegt weder Futter noch Wasser für Tage, wenn ihr nicht weiter wollt/könnt schlägt man euch, bricht euch die Knochen im Schwanz oder schmiert euch Chili in die Augen und schlussendlich, falls ihr nicht wie die Hälfte tot seid, wird euch die Kehle mit einem stumpfen Messer durchgeschnitten, äh durchgesäbelt.

4.) Unterhaltung

Kurz: Zirkustiere, Rodeo und Stierkampf. Nur mit der Meinug zu den Zoos bin ich nicht ganz einverstanden, schliesslich tragen viele auch dazu bei den Leuten die Tiere näher zu bringen und beteiligen sich an Zuchtprogrammen. Sicher auch ich wäre froh, wenn die Affen in Basel noch mehr Platz hätten und die Wölfe sowieso… Aber es gibt auch viele Zoos, die man kaum als sowas bezeichnen kann.

5.) Forschung

Versuchstiere. Teilweise sind es ziemliche schockierende Bilder, allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass heute für gewisse Bereiche immer noch keine geeigneten Alternativmethoden zur Verfügung stehen.Das Argument, dass sich Ergebnisse von Tierversuchen insbesondere bei Medikamenten nicht immer auf den Menschen übertragen lassen können ist sicher gerechtfertigt, aber es gibt nicht nur Tierversuche für Medikamente. Sowenig wie möglich, soviel wie nötig…

Ich finde den Film recht gut, er zeigt die alltäglichen Missstände der Tierhaltung auf, ohne ständig den Zuschauer anzuklagen. Für jemanden der sich nie mit der Herstellung seiner Nahrung beschäftigt hat, der aber Tiere mag, ist der Film eine ziemliche Tortur. Damit meine ich nicht unbedingt die Schlachszenen an sich, sondern wie die Tiere manchmal vorher behandelt resp. misshandelt werden. Der Titel „Earthlings“ zielt darauf ab, dass Tiere und Menschen gleich zu behandeln sind. Dieser Anti-Speziesismus ist leider nicht gerade sehr verbreitet.

„Tiere empfinden keine Schmerzen.“

Da kann man nur lachen, denn es bewiesen, dass nichtmenschliche Tiere Schmerzen empfinden. Voraussetzung ist ein rudimentär ausgebildetes Nervensystem, und das haben alle höheren entwickelten Tiere. Ohne Schmerzen zu überleben wäre auch schwer, denn wie auch bei uns ist Schmerz ein Alarmsignal.

„Menschen sind keine Tiere.

Jeder wird wohl schonmal davon gehört haben, dass wir mit den Affen verwandt sind. Entwickelt haben wir uns aus den sogenannten Hominiden, die eine Unterklasse der höheren Säugetiere bilden. Der Mensch ist ebenfalls aus der Evolution entstanden und bildet keine eigene Form des Lebens. Das ist schon nur an der genetischen Verwandtschaft mit den Affen zu sehen. Die Trennung zwischen Mensch und Tier ist willkürlich vorgenommen, und stützt sich meistens auf die beiden Argumente „wir sind intelligenter.“ und „wir haben ein Bewusstsein, Tiere nicht.“.

Über das Bewusstsein lässt sich streiten, aber es gibt durchaus Tierarten die sich selbst bewusst sind und sich im Spiegel erkennen. Allerdings sind bei den meisten Tieren keine Möglichkeiten des Vergleichs von messbaren Reaktionen mit subjektiven Empfindungen oder Zuständen möglich. Dazu müssten Tiere unsere Sprache sprechen, was allerdings nur mit Hirnregionen möglich ist, die auf Sprache basierenden Vorstellungen verarbeiten können. Bei Schimpansen ist dieses Hindernis teilweise durchbrochen, die mithilfe von Symboltafeln kommunizieren. Wir wissen, dass Tiere Schmerz empfinden, aber nicht ob sie darüber nachdenken. Allerdings sind Tieren in unterschiedlichen Ausmass fähig zu lernen. (Prägung, Operante Kondtionierung, Klassische Konditionierung, Lernen durch Einsicht etc.)

Zudem spielt es keine Rolle, ob Tiere ein nach innen gerichtetes Bewusstsein haben. Schmerzen fühlen sie wie schon erwähnt so oder so. Gleiches gilt für Menschen, die ihr Bewusstsein in dem Sinne verlieren, sie wissen nicht mehr wer sie sind, dass sie überhaupt sind. Rammt man ihnen aber ein Messer zwischen die Rippen, so werden auch sie Schmerz spüren. Fehlendes Bewusstsein ist nicht gleichzusetzen mit fehlenden Schmerzrezeptoren.

Intelligenz…Zugegeben wird sind die einzigen Tiere, die eine Kultur aufgebaut haben. Intelligenz aber ist wiederum ein von uns definierter Begriff, und nimmt man beispielsweise die körperliche Intelligenz (Sinne etc.) sind uns viele Tiere um Längen überlegen. Zitat vom Freitag:

…Menschen, können ein bisschen schwimmen, ein bisschen klettern, so von allem etwas, aber nichts wirklich gut…

Nur Intelligenz als Massstab für den „Wert“ eines Lebewesen zu nehmen ist auch irgendwie unmoralisch, schliesslich sind nicht alle Menschen gleich intelligent. Stichwort Behinderte.
Oftmals hört man auch, dass Tiere einander doch auch fressen und somit Schmerzen zufügen würden. Wieso sollte der Mensch da eine Ausnahme bilden? Der grosse Unterschied ist, dass Tiere nicht quälen. Für sowas wie Sadismus sind sie nämlich zu dumm. Tiere haben keine Moral oder Ethik in unserem Sinne. Natürlich leidet ein Zebra wenn es von einem Gepard gerissen wird, aber auch nur weil der Gepard nicht anders kann. Seltsam auch, dass sich der Mensch bei diesem Argument mit dem Tier auf eine Stufe stellt, was ansonsten vermieden wird.

Man könnte nun noch behaupten, wenn Tier und Mensch gleichzusetzen sind, dass animalische Verhaltensweisen wie zum Beispiel Vergewaltigung legitimiert werden müssten. Dieser Einwurf ist durchaus berechtigt, allerdings besitzen wir ja die Fähigkeiten für Ethik oder Moral, so dass wir die Verwerflichkeit solcher Taten erkennen. Weiter gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen Vergewaltigungen bei Tieren und Menschen. Bei Tieren sind sie eine Möglichkeit sein Erbmaterial weiter zu geben, was eine Erhöhung der sogenannten Fitness bedeutet. Bei Menschen stehen meistens psychologische Gründe im Vordergrund.

Das soll hier kein Aufruf für ein vegetarisches/veganes Leben werden, deswegen lässt sich abschliessend sagen, dass der Film sicher nicht jeden zum Vegetarier werden lässt, aber doch unseren „Respekt“ gegenüber den Tieren in Frage stellt…denn zumindest Respekt oder Achtung sollte man vor Tieren haben, ob Achtung das Töten miteinschliesst, ist jedem selbst überlassen.

Und nein, Pflanzen haben keine Schmerzen. Dafür brauchts ein Nervensystem…und Fleischesser essen ja auch nicht nur Fleisch. Hoffe ich zumindest…

25 Antworten zu “Earthlings”

  1. Sehr ausführlicher Blog. Super! Ich habe den Film auch gesehen und kann mich nur anschliessen.

    Besonders schlimm fand ich die abgeschlachteten Delphine in Japan und die bei lebendigem Leib gehäuteten Pelztiere. Ich frag mich da nur … welches kranke Hirn kann da mitmachen … dass kann ich einfach nicht kapieren. Alle diese Penner gehören *****!

    Wir essen nun nur noch Fleisch aus dem Bioladen um die Ecke, „preiswertes“ Fleisch/Milch aus der Firmenkantine bzw. Aldi und Co kommt bei uns nicht mehr auf den Tisch!

    KUCKT EUCH DEN FILM AN!

  2. Auch ein Erdling Sagt:

    Wer „Earthlings“ angeschaut hat und dann argumentiert, er achtet auf Biofleisch u. artgerechte Haltung, hat die Message des Films nicht verstanden. Ist das nicht etwa so, als würde ich sagen, ich bin auch gegen Sklavenhaltung, aber meine Sklaven respektiere ich und ich versuche, es ihnen halbsweg gut gehen zu lassen. Das grundlegende Recht, dass Sklaven Rechte haben und diese selbst bestimmen können, verwehre ich Ihnen trotzdem! Hä? Ein Antispeziesist gewährt sowohl Menschen, als auch Tieren das grundlegende Recht auf Freiheit, Unversehrtheit und ein artgerechtes Lebensalter. Die logische Konsequenz daraus ist deshalb, auf alles zu verzichten, was mit dieser Ausbeutung zu tun hat. Scheint für viele eine unüberwindbare Mauer zu sein, aber ist nunmal so. Für die Ausbeutung der Tiere gibt es keine MORALISCHE Rechtfertigung, das sollte man sich immer vor Augen halten!

  3. echt super Beitrag…!! ich hab den film auch angeschaut und war geschockt…vorher habe ich immer weggeschaut, bzw. geschaltet bei solchen Beitraegen…aber wegschauen hilft den Tieren nicht. Ich war vorher schon Vegetarier und esse nun seit 3 Wochen veganisch…und es geht mir gut dabei und mir fehlt nichts…lg lici

  4. Klasse zusammengefasst. Ich habe mir den Film soeben angeschaut und bin entsetzt.
    Auch wenn ich nun nicht zum militanten Veganer werde, werde ich darauf achten woher das Fleisch kommt was ich esse. Denn ich bin der Meinung das Fleisch essen ein Teil unseres Lebens ist, nur nicht täglich… Auch muss ein Tier nicht diese Qualen und Schmerzen erleiden nur damit wir es essen können. Wir sind Intelligent? Also sollten wir Gottverdammt auch fähig sein ein Tier schnell und möglichst schmerzlos zu töten.

  5. Ein sehr guter u. detailierter Bericht. Ich habe „Earthlings“ ebenfalls gesehen, obgleich ich schon vorher sein 34 Jahren Vegetarier war, hat dieser Film mir noch tiefgehender zum Nachdenken angeregt. Ich bin seit dieser Dokumentation zum Tierrechts-Advokaten konvertiert und setze mich seither aktiv für diese Rechte ein. Ob Fleischessen ein Teil unseres Lebens ist (bzw. sein soll) wage ich zu bezweifeln – es ist eher Teil unserer Kultur u. Tradition. Und solche Traditionen kann man ja auch durch ‘bessere’ Traditionen ersetzen, oder? Die Spanier rechtfertigen ihren Stierkampf auch mit der Tradition, obgleich viele (und gottseidank immer mehr) Menschen einsehen, dass dies eine nicht zu toleriende Tierquälerei ist. Zu diesem Thema gäbe es so viel zu sagen. Fakt ist: Es ist moralisch-ethik alles andere als korrekt, Tiere so zu behandeln, wie wir es schon seit Jahrtausenden tun!
    „Until every cage is empty!!“ -Matt

  6. Wir haben gerade auch den Film angesehen und er hat uns ein weiteres Mal wieder die Augen weiter aufgerissen. Am schlimmsten fanden wir wirklich alles was hier zu sehen war.Einfach nur KRASS !!!Wir möchten an dieser Stelle in uns kehren und nur hoffen das möglichst viele Menschen diesen Film sehen, damit dieser absolute und unverständliche WAHNSINN bald ein Ende hat. Wir haben uns schon seit längerem dem Fleischkonsum entsagt. Aber solange das GELD die Welt regiert haben die Tiere schlechte Karten.
    Man sollte wirklich jede freie Minute zum Schutz unserer „Erdenmitbewohner“aufbringen.
    In diesem Sinne: Steht auf und tut was!!
    “Until every cage is empty!!”

  7. Ich bin über ein Tierschutzplakat auf die Earthlingsdokumentation gestossen. Sicher hat dieser Film auch was mit Propaganda zu tun, doch was spielt das für eine Rolle. Ich war geschockt, habe abwechselnd geheult und war wütend … diese schrecklichen Bestien namens Mensch, die man dort sah und den Tieren so zugesetzt haben, kommen bestimmt in ihrem nächsten Leben als Missgeburt zur Welt. Ach nee, geht ja nicht, sind die ja schon. So oder so, die Natur wird’s schon richten!
    Nach dem Film wollte ich unbedingt herausfinden, wie denn nun die Zustände im schönen Deutschland sind. Dabei bin ich auf eine sehr fundierte Seite gekommen http://www.soylent-network.com! So … und jetzt bin ich im Bilde. Kann ich euch nur empfehlen!
    Babyleichen in Form von Lamm oder Kalb waren mir ja schon immer suspekt, ein Pferd zu essen fand ich auch mehr als fragwürdig. Ich mag diese schönen Tiere, die kann ich doch nicht essen – so viel zu meiner bisherigen Überzeugung!
    Dass von Folter aber Schwein, Rind und Huhn auch nicht verschont bleiben – da muss ich blind gewesen sein, das habe ich mir anders vorgestellt. Die Hühner werden vergast, die Schweine elektrogeschockt und teils lebend in heisses Wasser getaucht und die Kühe mit diesem Bolzenschussgerät „bearbeitet“ – da fehlen mir die Worte, wo sind wir eigentlich – in einem Horrorfilm???!!!
    Doch selbst wenn ich jetzt zur Vegetariern mutiere – die Welt und die Tiere darin werde ich auch nicht retten können. Doch mein Bewusstsein hat sich verändert und dieser Wahnsinn sollte langsam auch mal in der breiten Masse durchsickern und zu mehr Verantwortung gegenüber den Tieren führen. Doch solange die Politiker dieses entsetzliche Grauen in Millionenhöhen subventionieren habe ich kaum Hoffnung auf eine tatsächlich „artgerechte“ Haltung und ein „humanes“ töten/schlachten und das wäre doch nun wirklich das Mindeste!
    Mal ehrlich, unsereins wimmert schon auf dem Zahnartstuhl – ich fühle mich in anbetracht dieses gigantischen Ausmaßes an Tierquälerei und grauenhaften Massenschlachtens total traurig, da kann man sich schon mal schämen Mensch zu sein, oder???!!!
    Sicher jedenfalls scheint mir die nächste Tierseuche, Naturkatastrophe oder ein neuer Gammelfleichskandal … na dann, Mahlzeit!!!

  8. Ich war bereits Vegetarier als ich diesen Film sah und habe ja schon einiges Unrecht an anderen Lebewesen gesehen, doch diese Sammlung an Gewalt hat mich schockiert, traurig und wütend gemacht. Natürlich werden andere Zeitgenossen jedes nur erdenkliche Argument suchen, um von ihrer Linie (Fleisch nur aus Genuss essen) nicht abweichen zu müssen. Die Nachfrage entscheidet was „produziert“ wird, oder hat schon jemand „Scheiße mit Erdbeergeschmack“ im Regal gesehen?!

    Jeder von uns ist ein Tropfen, aber zusammen sind wir ein Ozean.

    Als gerechte Strafe für alle die Tieren unendliches Leid zufügen würde ich mir wünschen das diese im nächsten Leben als Schwein, Schaf, Kuh, Huhn,… geboren werden und selbiges erdulden.

  9. Ich bin der Meinung, dass die Menschheit Ihr Recht zur Existenz, langsam aber sicher verwirkt! Man muss sich wirklich schämen einer zu sein!

  10. Ich habe mir vor kurzem auch Earthlings angesehen und war, wie so denke ich auch jeder, entsetzt und konnte trotzdem nicht weg gucken. ich musste es ehen,auch wenn das was ich gesehen habe nicht schön war. Vorallem wenn man tiere zuhause hat und dann sieht,wie die vergast werden. Es ist einfach nur schrecklich wie das Leben eines Tieres,dass sowieso nur kurz leben soll und nur wegen dessen Fleisch lebt, so grausam gesatllt wird nur weil es um Profit geht. Das wort „Menschlichkeit“ verdient seine Bedeutung nicht,da der Mensch das grausamste Geschöpf auf Erden ist…welches Tier tötet wegen dem Spaß???? Die Tiere gehören zum Ökosystem und sind ein fester Teil davon. Der Mensch beutet das Ökosystem aus und zerstört es und zerstört auch damit sich selbst und zieht alles mit sich in den sicherern Tod. Earthlings ist auf der einen Seite bestimmt auch Propaganda, da dort ja auch NUR schlechte Beispiele gezeigt werden und nicht über „artengerechtere“ Angebote informiert. Doch ist ein Hassfilm gegen diese Profitgier und gegen diese Grausamkeit recht angemessen und gehört,wie ich finde, in jeden Biounterricht in der Schule.

  11. Dieser Film ist keine Propaganda. Wenn schon, dann wäre es positive Propaganda, aber das wäre ein logischer Widerspruch, weil das Wort „Propaganda“ in unserem Sprachgebrauch ganz klar negativ besetzt ist. Was ist es dann? Ein Film, der schonungslos die Grausamkeiten zeigt und hoffentlich und offensichtlich vielen Menschen die Augen öffnen wird. Wer Tiere ausnutzt und töten lässt, muss sich der Wahrheit stellen.

    Ich finde die Zusammenfassung oben sehr gut gelungen, doch scheinbar getrauen sich nicht alle, die logischen Konsequenzen daraus zu ziehen. Denn: natürlich ruft der Film zu einer veganen Lebensweise auf. Es gibt kein „humanes“ Schlachten! Milch, Eier und Honig werden nicht für uns „produziert“, sondern sind Nahrung bzw. die Nachkommen von nichtmenschlichen Tieren.

    Zum Thema Zoo: diese Einrichtungen müssen Geld verdienen, Profit machen. Das gelingt nur, indem Missstände schöngeredet (Beispiel: Eisbär Knut ist jetzt ausgewachsen, nicht mehr „süß“ und durch seine Fehlprägung auf den Menschen verhaltensgestört) und durch Zuchtprogramme Geld verdient wird.
    Wer sich wirklich um den Artenschutz bemühen will, baut keinen Tierknast, sondern unterstützt Naturschutzorganisationen. Und wer einen Löwen sehen möchte, wie er wirklich lebt, kann sich Videoaufnahmen anschaun. Artgerecht ist nur die Freiheit.

    Als vegan lebender Mensch handelt man natürlich in den Augen der Wegschauenden „radikal“. Diese gebrauchen dieses Wort als Schimpfwort, um von ihrem eigenen Unvermögen (nämlich, ihr amoralisches Handeln nicht einsehen zu wollen) abzulenken. Radikal kommt übrigens vom lateinischen „radix“ und bedeutet „an der Wurzel packen“.

  12. Natürlich ist es Propaganda, mild ausgedrückt auch Werbung. Nein, der Film ruft meiner Meinung nicht zu einer veganen Lebensweise auf, sondern zu mehr Achtung gegenüber Lebewesen. Meiner Meinung nach hat alles hier eine Würde die es zu beachten gilt, auch Pflanzen.

    Ich getraue mich nicht die Konsequenz zu ziehen?

    Eine logische Konsequenz ist meistens sehr individuell geprägt… Eine wäre z.b auch, dass man die Tiere selber aufzieht,tötet und isst. So ist man selber dafür verantwortlich resp. hat Kontrolle über Haltung, was auch immer. Es gibt durchaus Menschen die Tiere mögen, aber kein Problem damit haben eins umzubringen, weil sie es essen wollen. Das Ganze läuft daraufhin hinaus, dass man nichts umbringen sollte, jede Spezies gleichwertig ist. Der Haken an der Sache…dann könnten wir nicht mehr leben.

    Nein, schlachten resp. töten ist nicht human, allerdings ist hier ja die Diskussion was ist Mensch, was Tier das Wichtige. Was nicht als Mensch angesehen wird, hat scheinbar keine humane Behandlung verdient. Wir sehen z.b Milch als Produkt an, natürlich werden sie eigentlich nicht für uns produziert, allerdings wäre eine Nutzung durchaus vertretbar, z.b solange das Kalb gesäugt wird. Heute ist es aber ja so, dass Kühe Kälber bekommen, damit sie Milch geben.

    Zu den Zoo’s. Nun das Knut gestört sein wird, verwundert mich nicht, allerdings deswegen gleich jeden Zoo als schlecht zu bezeichnen, ist Unsinn. Zuchtprogramme Geld verdienen..dürfte ich dazu mehr erfahren. Mir scheint es eher, dass solche Programme Unsummen verschlingen und so auf Unterstützung angewiesen sind. Ohne Zuchtprogramme in Zoos gäbe es z.B keine Prezwalskipferde mehr. Waldrappen (Ein Vogel) gibt es fast nur noch in Zoos und Zuchtstationen, ansonsten wäre sie einfach ausgestorben und es hätte keine Chance auf Erholung gegeben.

    Gute Zoos erfüllen auch einen Grossteil an Aufklärung über Artenschutz, abgesehen davon ist es für Leute prägender einen Löwen in echt zu sehen als auf Film, der Bezug zur Realität geht zu schnell verloren. Wie sollen Menschen den Nutzen von grünen Brücken für Rehe zur Erhaltung der Diversität begreifen, wenn sie nie ein Reh gesehen haben? Flagship Spezies wie Panda, Eisbär oder schöne Vögel sind verdammt wichtig. Woher soll das Geld kommen, die Gesetze, wenn die Leute die Schönheit der Natur nicht zu sehen bekommen? Zoos machen einige dieser Spezies Realität.

    Natürlich müssen Zoo’s selbst auch Geld verdienen, wie sollten sie z.b neue Gehege bauen? Ich will hier nicht „schönreden“, dass es auch andere Zoos/ Tierparks gibt, aber hier in Bern (Tierpark Dählhölzli) wäre sowas kaum möglich. Pauschalisieren ist selten gut.

    Nicht jeder Zoo/Tierpark hätte einen solchen Medienansturm zugelassen.

  13. Ich (42) lebe seit 12-15 Jahren (so genau weiß ich das gar nicht mehr) zu 99% vegetarisch (wenige male im Jahr Fisch) und meine Blutwerte sind optimal, besser geht’s nicht.
    Grüße

  14. Ich hab mir den Film gerade eben angschaut und er sitzt mir in den knochen. Ich ernähre mich seit drei Jahren Roh-Vegan und mir fehlt es an nix. Im Gegenteil, ich habe viel an Lebensqualität gewonnen. Ich wurde fühlender. Ein paar mal hab ich mir während es Filmes gedacht, dass wir Menschen einfach nicht würdig sind, auf diesem wunderschönen Planeten zu leben. Wie kann es sein, dass wir so mit allem Leben umgehen? Ich fühlte Verzweiflung und Wut unserer Spezies gegenüber. Wie kann Gott es zulassen, dass so viel Leid und Schmerz auf unsere Welt existiert? Warum?
    Das depremierende für mich ist, dass die Leute in meinem Umfeld, die noch Fleisch essen, sich diesen Film bestimmt nicht anschauen werden- sie schauen lieber weg. :-(

    Ich denke mir auch, dass solange wir mit unseren Tieren so umgehen und sie abschlachten, sie ausnutzen, sie als Untertanen sehen, solange wird es Schlachtfelder geben.

  15. Ich kann mir so einen Film nicht ansehen, aber ich kann mir auch so denken, was gezeigt wird.
    Ich lebe seit mehr als 20 Jahren vegetarisch und mittlerweile so gut wie vegan.
    Leute, nicht verzweifeln angesichts des Leidens und der Not der Tiere. Wir müssen nur auf allen nur erdenklichen Ebenen, eben in unserem Alltag, dafür eintreten, dass die Tiere nicht mehr so gequält werden.
    Kämpfen wir dafür, dass wir die Fleischesser überzeugen, je weniger Tiere gegessen werden, desto besser!
    Ein Tropfen auf den heißen Stein kann der Anfang von einem Regen sein.

  16. Hab den Film „damals“ in der Schule gesehen. Seit dem hat sich mein Denken radikal geändert. Nicht so radikal, das ich jet Vegitarier bin, aber soweit das ich stark auf die Herkunft der Lebensmittel achte die ich kaufe.

    Der Film ist nicht unbedingt was für zarte Gemüter, aber dennoch sehr empfehlsenswert zur Aufklärung in Schulen udn auch villeicht zu hause

  17. … und es ist ein kinderspiel, gänzlich auf fleisch zu verzichten – warum lassen sich so wenige darauf ein? warum hält sich das argument „aber der menschliche körper braucht doch nunmal fleisch“ so hartnäckig? warum wird nicht eingehender auf die auswirkungen auf unserer klima informiert?
    die medien haben soviel macht, nur leider wird fast ausschließlich über nichtigkeiten berichtet – und unser alltägliches konsumverhalten wird nie in frage gestellt, „augen verschließen“ wird uns doch so leicht gemacht …

  18. ..und wenn man nunmal nicht auf Fleisch verzichten möchte? Ich persönlich kann mir nciht vorstellen KEIN Fleisch mehr zu essen.

  19. @J.A.M

    … immer wieder krass zu sehen wie ignorant viele Menschen sind. Vielleicht solltest Du Dir den Film nochmals anschauen und auch nur einen einzigen wahren Grund nennen, weshalb Du das Recht hast (indirekt) zu töten.
    Deine Gaumenfreuden wiegen sehr leicht im Gegensatz zu dem unendlichen Leid der Tiere.

  20. ebenfalls @ J.A.M.
    Manche alte Penner möchten auch nicht darauf verzichten, kleine wehrlose, 6-jährige Mädchen zu vergewaltigen, und können es sich nicht vorstellen, damit aufzuhören… das ist doch dann auch in Ordnung, oder???

  21. Da könnt ihr genauso fragen wieso ein Tiger meint ein anderes Tier töten zu dürfen…klar wir Menschen können uns auch anders ernähren, doch gibt es sowas, dass sich Narungskette gibt und da sind wir Menschen nun mal an oberster Stelle. Vergleiche mit einem Kinderschänder sind verdammt oberflächlich und etwas komplett anderes, allein da sie gegen die eigene Art gehen ( art ist hierbei als biologischer Fachbegriff benutzt) und die Psyche des Inividuums zerstören. Ein Vergleich mit einem Vergewaltiger ist also generell eher unüberlegt. Außerdem ist es Menschen, die Fleisch essen als ignorant zu bezteichnen selbst ignorant. Wer sagt denn das Fleisch essen schelcht ist? Es ist Natur..nicht mehr und nicht weniger Tiere töten..wieso sollten Menschen dies nicht tuhen..das schlimme ist wie wir mit den Tieren umgehen und wie wir sie töten, nicht das töten ansich, dann das ist nunmal natürlich.
    Zum anderen sind selbst Pflanzen Lebewesen, die man ja ist. Ok sie sind jetzt nicht wie wir oder wie Tiere…aber denoch sind sie lebewesen und wir töten sie durchs Essen, wer also meint man sollte kein Fleisch essen, weil man dabei tötet sollte ansich garnichts essen…

  22. … ein tiger „meint [nicht] ein anderes tier töten zu dürfen“, er ist genetisch so programmiert – und hat als reiner fleischfresser keine wahl. wir menschen haben die wahl. ebenso ein bewusstsein für ethik und moral (oder etwa doch nicht …?).

    j.a.m., deine „argumentation“ ist keine – der ganze text ist eine reine baustelle …

  23. Earthlings habe ich mir heute nachmittag angesehen und viele dieser Bilder sind immer noch in meinem Kopf. Bei lebendigem Leibe häuten, Lebend kochen, mit Messern/Haken/Schlägern auf die Tiere einwirken, Kehle aufschlitzen und ausbluten lassen, vergasen usw… Das sowas noch auf der Welt existiert und dazu noch in führenden Industrieländern die damit prahlen es besser machen zu wollen, ist eine Schande. Mir kam vor ein paar Stunden dazu der Gedanke, was Menschen denken, wenn sie diesen Film sehen, wenn er mit Menschen als die eigentlichen Tiere gezeigt werden würde. Würde die Politik dann handeln? Die UNO? Nato??
    Der Mensch an sich verleugnet alles schlimme was nicht in seiner Umgebung passiert. Das fängt mit Tierquälerei an und hört bei bei der dritten Welt auf. Aus den Augen, aus dem Sinn. Da ist jeder Mensch gleich, egal ob Veganer/Vegetarier oder jemand der jeden Monat ein paar Euro, Dollar etc spendet.
    Ich gebe zu, ich esse Fleisch. Nicht täglich, aber ja, ich esse es. Ich schäme mich nicht das zu sagen, ich stehe dazu. Ich war schon immer vehement dagegen wie Tiere leiden müssen, nur damit jemand sich an einem saftigen Steak oder einer Putenbrust laben kann. Aber wo liegt das Problem? Beim Geld. Wenn man nur noch Fleisch von einem Bio Anbieter kaufen möchte, bei dem nachgewiesen werden kann, das die Tiere gut gelebt und nicht gelitten haben, ist bei vielen einfach nicht das Geld vorhanden, dauernd auf dieses Angebot zurückzugreifen. Bio ist nunmal teurer, weil mehr Aufwand bei der Haltung usw. betrieben wurde. Ich selbst kann es mir auch nicht leisten, deshalb greife ich zum günstigeren, aber welches das innerhalb meines Landes geschlachtet wurde, bei dem ich nachforschen kann, das es wirklich so ist.
    In der Forschung ist es dasselbe. Können sich alle Menschen, egal aus welcher Schicht, Medikamente, Hygieneartikel und Kosmetik aus der Rubrik „Nicht an Tieren getestet“ leisten?? Niemals. Ich habe gesehen was das kostet und ich kann es nicht. Auch wer Veganer oder Vegetarier oder was auch immer sein sollte, beziehen wir trotzdem andere Dinge, die evtl. an Tieren getestet worden sein könnten, das kann keiner abstreiten.
    Ich liebe Tiere. Ich habe zwei Katzen und habe beim Anblick der vielen Katzen während des Vergasens oder der Forschung fast nicht mehr hinsehen können. Doch solange die Grossmächte und die Politiker sich nicht dazu herablassen, etwas gegen diese Misstände zu tun, wird auch nie etwas passieren, da kann Greenpeace, WWF und alle anderen Organisationen tun und lassen was sie wollen, es blebt weiterhin unmöglich.
    Es ist wie andere schon gesagt haben „Ein Tropfen auf den heissen Stein, solange sich nciht die ganze Bevölkerung dran beteiligt“.

  24. Die großmächte und die politiker sind nicht die hauptschuldigen – die hauptschuldigen sind wir, die konsumenten. die nachfrage bestimmt das angebot. solange wir auch billiges fleisch zurückgreifen, solange wird es auch produziert. ganz einfach. das argument: „teures fleisch kann ich mir nicht leisten“ ist (fast) immer ein scheinargument. es müsste lauten: „teures fleisch WILL ich mir nicht leisten – das wohl des tieres ist zwar nicht unwichtig, aber mein geldbeutel ist mir wichtiger.“

  25. … wenn ich mir das kaufverhalten von der unterschicht im discounter anschaue, dann fällt mir oft auf, dass geld für (mittlerweile teure!) zigaretten da ist. DAS geht immer, dann spart man eben beim fleisch …

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