Will mir seit letzten Samstag nicht mehr aus dem Kopf. Dann dieses Video, simpel, aber immer wieder sehenswert. Besonders der Moment wo man Trent’s Augen im Rückspiegel sieht…
Will mir seit letzten Samstag nicht mehr aus dem Kopf. Dann dieses Video, simpel, aber immer wieder sehenswert. Besonders der Moment wo man Trent’s Augen im Rückspiegel sieht…
Ja, Ferien. Drei Noten schon zurück, alle gut. Ich darf jetzt etwas Ferien haben. Ferien ist nun in meinem Alter die Zeit, wo man versucht alles nachzuholen, wofür einem während des letzten Jahres die Zeit fehlte. Ich möchte aber nicht übertreiben, auch wenn es schwer fällt
Zuviel. Wir werden sehen.

Fotos vom Festival gibt es HIER bei tilllate.com
Nachfolgend ohne Reihenfolge eine persönliche Zusammenfassung vom St.Gallen Openair 2009. Nein, ich bin in Ordnung.

Ich, E. und S.



Zurück aus der Parallelwelt lese ich, dass Trent Reznor bei einem der Konzerte in der USA angekündigt hatte, keine Konzerte mehr in seinem Heimatland zu spielen. Ich wette irgendwann kommt eine solche Ankündigung für den Rest der Welt. …ich hatte also Recht, mit meinem Gefühl, dass ich sie nie wieder sehen werde… 05 spülte mir das Unwetter NIN weg, zwei Jahre später wollte ich nicht alleine nach Zürich und als A. endlich einwilligte war das Konzert natürlich ausverkauft. Und nun habe ich sie gesehen, von weitem, aber trotzdem bin ich dankbar, das ich es erleben durfte.

Endlich. Ferien. Wenn die Nachprüfungen auch bald sind. Jetzt bin ich am aufräumen, danach packen. Heute ghet es mit E. nach St.Gallen, das festival startet dann am Freitag. Aber wisst ihr, was ich mies finde? Das Festival wird etwas schmerzhaft, denn mir ist nämlich die Haut unter einer meiner Zehen aufgerissen. Genau dort, wo die natürliche Falte bei zwei aufeinander folgenden Zehengliederer ist…Nicht, dass ich meine Füsse nicht pflege, aber anscheinend hilft cremen nicht gegen Überlastung wenn man ständig auf die Zehenspitzen hochrollt. Der Schmerz ist ähnlich wie wenn man ein paar Stifte zwischen die Finger nimmt und jemand einem dann die Hand quetscht. Angenehm.
All das nehme ich aber gernein Kauf, damit ich NIN sehen kann. Hoffen wir, dass ich nicht wie am Greenfield 05 weggespült werde, Trents Gitarren heil bleiben , keiner blöd bei “Hurt” rumschreit, dass ich mir nicht die Schweinegrippe hole und dass mir die Musik hilft endgültig zu realisieren , dass der Sommer einsam wird; dass es vorbei ist.
…Ich werde versuchen dich in guter Erinnerung zu behalten…
Da ich gestern immer noch sehr müde vom Konzert war, kam ich nicht vorwärts. So gar nicht, dass ich heute Abend nicht wie geplant ins Theater gehe, um mir Tanz made in Bern 2 anzusehen. Hat zwar nur 10 Franken gekostet, aber es wäre trotzdem schön gewesen, die ganze Kompanie nocheinmal in ihren eigene Choreografie zu sehen. Tja. Dafür haben wir ein Foto mit Jesse. Ja, Jesse von Eagle sof Death Metal. Vielleicht komme ich noch dazu den Konzertbericht am Mittwoch (voll früh) zu schreiben, aber jetzt sicher nicht.
Ich will Bier, NIN, und keine Mikrobiologie. Scheiss Actinomyceten.Igitt.
So ist das Leben… Da geht man morgens nach Bern in die Bibliothek um ins Internet zu gehen, und wenn man nach Hause kommt funktioniert es wieder. Puhhh. Zwei Wochen ganz ohne Internet waren echt lästig, so Sachen wie Fahrpläne und Wetter sind wichtiger als gedacht. Vorher war ich zwar auch kaum online, aber das zumindest freiwillig. Ich habe mich noch nie so über eine LED-Anzeige gefreut…
Jetzt aber
- Lernen
- Morgen das zweite Mal Eagles of Death Metal [JESSSSSSSSSSSSSSSSSSSSE]
- Irgendwann nächste Woche Buebi eine Infusion verpassen lassen
- Mittwochs nach St.Gallen. Kaffee und NIN. Nicht soviel Alkohol, denn ansonsten werde ich gefeuert.
Bis dahin schiebe ich die Krisee, weil ich trotz meiner lieben Bitte mich doch nicht während des NIN Auftritt einzuteilen, sonntag eine Schicht von Mitternacht bis zwei Uhr morgens habe. Ich kann sicher was abtauschen, nur eben ich nervösle ja wegen jedem Mist….
Jetzt muss ich putzen und lernen. Meine Internetsucht meldet sich wieder…

Freitag 29.5.09
Ich sitze wie immer leicht nervös in der Umkleidekabine, weil draussen eine Horde Studenten Fussball spielt und die Chance besteht, dass ich in meinen Ballettklamotten an denen vorbei muss. Ich weiss, dass sie vorher aufhören und wenn ich dann rausgehe, kein Mensch mehr auf dem Platz ist. Ich bin trotzdem nervös. Es könnte ja sein…
Ich gehe raus. Niemand. Der Betonboden ist angenehm kühl und lindert ein bisschen den Schmerz in meinem linken Fuss. Den ganzen Nachmittag verbrachte ich damit im Praktikum den Gurten runter zu spazieren; in Flip-Flops. Irgendwie mochte mein Fuss das nicht. In der Halle dehne ich mich, wobei das eigentlich eine Alibiübung ist, um der noch tanzenden Jazzklasse zu zusehen. …Wie schön sie aussehen, so frei… Die Stunde ist zu Ende, der Saal leert sich, aber noch ist niemand anderes für die Ballettstunde eingetrudelt. Schlussendlich bleibt nur noch M. übrig, die Vorstellung mit ihm als Einzige praktisch eine Privatstunde zu absolvieren, lässt mich innerlich noch etwas kleiner werden. …Der sieht immer so sauelegant aus… Tief ausatmen, aufstehen, kämpfen. Ich und M. nehmen eine der Stangen hervor, und während M. noch ein Schluck Wasser trinkt und T. in ihren Unterlagen wühlt, streichle ich zärtlich über das glatte Holz. …Vielleicht das letzte Mal…
Es ist zugegeben etwas irritierend, wenn die Lehrerin keine zwei Meter neben dir steht und dich mit Argusaugen mustert, und so schaffte ich es wieder einmal Kombinationen durcheinander zu bringen. Aber das schnelle Erfassen neuer Kombinationen ist schon lange nicht mehr so katastrophal wie zu Beginn. Irgendwann ist es wieder soweit, Sprünge und Pirouetten. Mir ist wieder etwas schlecht, wenn ich an mein linkes Bein denke. Und dieser rutschige Boden. Und meine Unfähigkeit in diesem Raum zu spotten. Zu Hause, oder bei meiner Mutter in der Küche funktioniert es manchmal, aber hier irgendwie nie. Es liegt nur daran, dass ich Angst habe, dass ich immer daran denke, wie doof ich aussehen muss und dabei vergesse ich alles zusammen zu bringen. Beine, Arme und Kopf. Noch einmal. Es klappt halbwegs. Noch einmal. Ich sitze plötzlich auf dem Boden. Mein rechter Knöchel schmerzt ziemlich. Fuss verstaucht. Ich erinnere mich: „Yes, the floor here is very slippery, but if you fall the floor is there to catch you.” Wie Recht sie hat.
Zum Ende der Stunde üben wir noch port de bras und als wir dann bei croisé derrière, bras troisième position ankommen ist es mir erlaubt in den Spiegel zu schauen und vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben fühle ich mich anmutig. T. findet auch, dass wir beide schön aussehen.
Ich steige aus dem Zug, es ist bald zwanzig vor Elf. Barfuss, weil die Flip-Flops zu sehr schmerzen. Der Asphalt hier ist warm. Hinter der Post bei den Parkplätzen stelle ich die Einkäufe auf den Boden und rieche an den Blumen. …Wiesensalbei, Knäuelgras…ich muss noch soviel lernen…
B+ croisé,Right foot in the back; Pas de basque four times; Balancé en avant, en arrière, to the right, to the left ; Run, ; Tendu à la seconde right, arms in second; ronde de jambe to tendu derrière, close arms to low third position, plié in fourth position; pirouette en dehors, land fourth position; elevé to fifth position, arms in third allongé.
…es hat geklappt!!!…Oh, Gott hat mich etwa jemand gesehen? Was zur Hölle mache ich hier eigentlich?…