
12.9.2000 – 6.11.2009
Es war seltsam, als ich ihn so in den Armen hielt, während der Tierarzt die Spritze vorbereitete und nach einer Vene im Beinchen suchte. Buebi hatte keine Angst, da er die Praxis von den Infusionsterminen her gut kannte und wohl dachte er könne danach wie gewohnt mit mir nach Hause. Nicht dieses Mal. Aus den Augenwinkeln sah ich wie der Tierarzt das Schlafmittel langsam einspritzte, Buebi erschlaffte in meinen Arm und streckte seine Zunge aus dem Mäulchen, was trotz der traurigen Situation einfach dumm aussah und mich auf den Stockzähnen grinsen liess. Zugegeben für den Tierarzt und die Assistenten muss das „du siehst wirklich dämlich aus beim Sterben…“ etwas irritierend gewirkt haben. Aber so ertrage ich schlimme Situationen besser, ich versuche darüber zu lachen. Es ging schnell, das Herz schlug noch ein paar Mal und dann war es vorbei. Geweint habe ich kaum, vielleicht weil ich ein Jahr Zeit hatte mich von ihm zu verabschieden. Ich war auch recht schnell draussen, so dass ich nicht mitansehen musste wie seine goldene Augen sich trüben.

Das letzte Foto von heute morgen. Noch etwas verschlafen…
Ansonsten zerstritt ich mich noch mit meiner Mutter als wir die Kratzbäume und sonstigen Katzenkram entsorgen wollten, was damit endete dass ich den Kram den Tränen nahe wieder in meine Wohnung hochtrug. Was genau jetzt, Mutter oder Katze, dazu führte dass ich nach fast drei Jahren „Seventeen seconds“ rauskramen musste? Keine Ahnung, nur wieso muss man sich undankbar schimpfen lassen, wenn man den halben Nachmittag wieder Psychiater spielen musste…
Um den Tag zu beenden, die Tatsache das unsere letzte Katze „Brösmeli“ (dt. Krümel) ebenfalls Nierenprobleme, wahrscheinlich auch PKD, hat und bis Montag in der Klinik bleibt. Bald wird sich Brösmeli auf meinem Büchergestell ebenfalls als Foto in die Reihe unserer verstorbenen Katzen einreihen.
Und jetzt geh ich weiter heulen.
…And everything is cold now
The dream had to end…

Ja, der neue Teppich ist tatsächlich grün.




